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Galagos-Äffchen und Pfeiffrösche – Willkommen bei den Terranauten

boyle_terranautenEgal ob Wassermusik, Ein Freund der Erde oder Der Samurai von Savannah – immer lese ich T.C. Boyle dann am liebsten, wenn er die Geschichte seiner Figuren mit außergewöhnlichen Naturereignissen verknüpft. Er ist ein Meister im Beschreiben von kreischenden Affen, krabbelnden Insekten und fiesen Schlangen. Von Schlingpflanzen, Schlamm und Sümpfen. Und er ist ein Meister darin, seine Helden in richtig fiese und total verrückte Situationen zu bringen – den Forscher Mungo Park in Afrika genauso wie den militanten Umweltschützer Ty in Kalifornien oder den Japaner Hiro Tanaka in den Sümpfen von Georgia. Oft geht es in seinen Romanen um die magische Verstrickung des Menschen mit der Natur – und wie hilflos wir ihr bei allem technischen Fortschritt doch ausgeliefert sind.

Nach einen Roman wie Die Terranauten, in welchem die Natur wieder absolut dominantes Thema ist, habe ich mich also direkt ein bißchen gesehnt. Es ist, als würde Boyle sagen: Hereinspaziert! Willkommen in meiner Welt. But, attention, please. Nothing in. Nothing out!

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T.C. Boyle. Der Samurai von Savannah

boyle_samurai_von_savannahRomane von T.C. Boyle mit Happy End? Sollte man besser nicht erwarten. Gibt es denn im echten Leben ein Happy End? Okay, manchmal vielleicht … Nicht jedoch bei Boyle. Skurril, witzig, böse und verrückt sind seine Geschichten. Und das trifft ganz besonders auf den Samurai von Savannah zu.

Boyle erzählt hier die Geschichte des 20jährigen Matrosen Hiro Tanaka aus Japan, der in die USA will. Grund dafür sind die fiesen Attacken, die er wegen seines Aussehens aushalten muss (sein Vater ein amerikanischer Hippie, den Hiro nie kennen gelernt hat). Langnase, Butterstinker, Halbblut, ein happa – das ist er für die anderen. „Doch die Amerikaner, das wußte er, waren ein Volk aus vielen Rassen … In Amerika konnte man ein Teil Neger, zwei Teile Serbokroate und drei Teile Eskimo sein und dennoch erhobenen Hauptes durch die Straßen gehen … Weiterlesen