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Queer gelesen: Unerklärlich logisch und hoch emotional

saenz_die_unerklärliche_logikIst irgend eine Situation kritisch oder gefährlich, dann heißt es bei Sam und Sal: No bueno. Nur diese zwei Worte. Weil beider Leben nicht einfach ist, kommt es ziemlich oft vor, dass sie diese zwei Worte sagen. Ihre richtigen Namen sind Salvador und Samantha, sie leben in El Paso in Texas und sind 17 Jahre alt. Sie reden über fast alles – per SMS oder real, sie fluchen, lachen und weinen gemeinsam. Best friends.
Ein weiterer wichtiger Mensch in Sals Leben ist sein schwuler Dad Vicente. Weswegen er in der Schule manchmal angemacht und “Schwuchtel” genannt wird.
Manchmal schlägt Sal dann zu – ohne Nachzudenken. Er weiß, dass das nicht okay ist. Und er versucht zu lernen, zwischen sich und seinen Schlagreflex einen bewussten Gedanken zu stellen. Was manchmal funktioniert. Ob diese Wut im Bauch und der Wunsch, zu schlagen, von seinem biologischen Vater kommen? Sal hat ihn nie kennen gelernt. Auch an seine Mom kann er sich nicht erinnern. Diese Geheimnisse sollen erst am Ende dieses dramatischen und sehr emotionalen Jugendromans gelöst werden.  Weiterlesen

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Johanna Adorján. Geteiltes Vergnügen

adorján_geteiltes_vergnügenGeteiltes Vergnügen ist ein Roman, den ich in rasantem Tempo und kaum ohne anzuhalten durchlese, der mich erfrischt und auf eine seltsame Weise glücklich macht. Ist es ein Liebesroman? Ein Beziehungsdrama? Vielleicht ist es einfach eine alltägliche Geschichte darüber, wie eine Frau und ein Mann sich begegnen, sich ineinander verlieben und versuchen, das Beste draus zu machen. Es ist das übliche Spiel von Anziehung und Abstoßung, das die beiden spielen. Nein, falsch, es ist das Spiel, das er spielt. Denn Tom macht total auf unverbindlich.

Etwa in der Hälfte der Story – die Beziehung zwischen ihm und seiner Freundin scheint bestens zu laufen – sagt Tom zu ihr, dass er mit ihr der Mensch sei, der er immer gern gewesen wäre. Etwas anderes will sie eigentlich nicht hören. Schließlich heißt das doch, er hat alle Freiheit, die er braucht, er darf der sein, der er ist. Dank ihrer Großzügigkeit. Klingt erstmal positiv. Ist es das auch? Ich weiß nicht. Ich traue Tom nicht! Und was ist überhaupt mit ihrer Freiheit? Ihren Sehnsüchten?

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