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Freundschaft bedeutete, sich geehrt zu fühlen …

yanagihara_portrat… dass man einen anderen in seiner größten Verzweiflung auffangen durfte, und zu wissen, dass man selbst in seiner Gegenwart verzweifelt sein durfte (Seite 303).

Yanagiharas Roman ist ja ein ganz großes Buch über Freundschaft, ein Buch über das man mit guten Freunden reden will (und sollte). Ich möchte Euch daher an dieser Stelle ein Gespräch mit zwei befreundeten Buchhändlerinnen empfehlen. Maria von der Buchhandlung ocelot, die Klappentexterin und ich spürten, ohne dieses gemeinsame Reden funktioniert Yanagiharas Roman einfach nicht.  Hat das Lesen des Buches uns 100 % glücklich gemacht? Ist es eine Story mit Hoffnung auf ein Happy End? Wieviel Schmerz darf eine Autorin ihren Lesern zumuten? Wir  waren uns nicht immer einig. Ganz besonders, als es um den Schmerz und die Düsternis in der Story ging. Maria sagt in dem Gespräch sogar, ich habe das Buch einmal entsetzt gegen die Wand gepfeffert, ich glaube, es löst in vielen Leuten was Tiefes aus. Stimmt schon – manchmal war auch ich verzweifelt, brauchte ein Glas Wein oder einen langen Spaziergang, um Judes Geschichte weiter lesen zu können.

Einig waren wir uns allerdings darin – es ist ein ganz großes Buch, möglicherweise DAS Buch des Jahres. Und ganz sicher ein Buch, über das alle sprechen wollen, die es lesen. Nachzulesen im Literarischen Talk. Weiterlesen