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Johanna Adorján. Geteiltes Vergnügen

adorján_geteiltes_vergnügenGeteiltes Vergnügen ist ein Roman, den ich in rasantem Tempo und kaum ohne anzuhalten durchlese, der mich erfrischt und auf eine seltsame Weise glücklich macht. Ist es ein Liebesroman? Ein Beziehungsdrama? Vielleicht ist es einfach eine alltägliche Geschichte darüber, wie eine Frau und ein Mann sich begegnen, sich ineinander verlieben und versuchen, das Beste draus zu machen. Es ist das übliche Spiel von Anziehung und Abstoßung, das die beiden spielen. Nein, falsch, es ist das Spiel, das er spielt. Denn Tom macht total auf unverbindlich.

Etwa in der Hälfte der Story – die Beziehung zwischen ihm und seiner Freundin scheint bestens zu laufen – sagt Tom zu ihr, dass er mit ihr der Mensch sei, der er immer gern gewesen wäre. Etwas anderes will sie eigentlich nicht hören. Schließlich heißt das doch, er hat alle Freiheit, die er braucht, er darf der sein, der er ist. Dank ihrer Großzügigkeit. Klingt erstmal positiv. Ist es das auch? Ich weiß nicht. Ich traue Tom nicht! Und was ist überhaupt mit ihrer Freiheit? Ihren Sehnsüchten?

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